Der Zyklus als Zustandsfolge
Die Rezeptur legt Sollmengen der Bestandteile fest. Der Ablauf verbindet Wiegen, Fördern, Mischen und Entleeren mit dem Anlagenzustand. Für jeden Schritt werden Start-, Abschluss- und Stoppbedingungen benötigt. Neue Materialzufuhr bei geöffnetem Entleerungsschieber ist beispielsweise ein Ablaufproblem, das eine Bildschirmwarnung allein nicht löst. Die Freigabe gehört in die Steuerungslogik.
Beispiel: Sollmenge und Istmenge
Bei einer beispielhaften Wassersollmenge von 180 kg und einem Messergebnis von 182 kg bleiben beide Werte in getrennten Feldern. Rezepturversion, Soll, Ist, Feuchtekorrektur und Bedienereingriff werden protokolliert. Die Korrektur wird mit Messwert und Methode verknüpft. Diese Zahlen erläutern die Datenstruktur; sie sind keine Betonrezeptur oder empfohlene Annahmetoleranz.
Unterbrechung, Prüfung und Umfang
Nach Strom- oder Kommunikationsausfall darf kein neuer Zyklus ungeprüft anlaufen. Vorhandenes Material, Waagenzustand und letzter abgeschlossener Schritt werden abgeglichen; ein Teilzyklus zählt nicht als fertige Produktion. Inbetriebnahmetests berücksichtigen Sensorausfall, Schieberrückmeldung und Bedienerabbruch. Ein Automatisierungsprotokoll ersetzt keine Betonqualitätsprüfung.
